Technische Orthopädie für Kinder und Jugendliche
Technische Kinderorthopädie
Technische Kinder- und Jugendorthopädie
Großes Wissen und Einfühlungsvermögen für kleine Patienten Spielen, Roller fahren, möglichst unbeschwert heranwachsen und gesundheitlichen Beschwerden als Erwachsener vorbeugen: TO Lübeck verfügt über spezielles Wissen und Erfahrung in der Technischen Kinder- und Jugendorthopädie – und im altersgerechten Umgang mit den jungen Patienten. Entscheidend bei unserer Arbeit ist, dass wir insbesondere die Entwicklung und das Wachstum der Kinder einbeziehen. Das erfordert besondere Kenntnisse, die wir uns über die Jahre angeeignet haben. Ein zentrales Anliegen ist es uns, den Kindern möglichst weiter die Teilnahme am sozialen Leben mit ihren Freunden zu ermöglichen. Ebenso wichtig für die Akzeptanz und die Psyche des Kindes sind der Tragekomfort und die optische Erscheinung unserer Hilfsmittel.
Für die Anpassung eines Skoliose Korsetts bei Jugendlichen gilt ebenso wie für Orthesen und Prothesen bei cerebralen Bewegungsstörungen, Gliedmaßenfehlbildungen oder Fußfehlstellungen im Kindesalter: Um beste Resultate zu erhalten, arbeiten wir eng mit den behandelnden Kinderorthopäden, Neuropädiatern, Sozialpädiatrischen Zentren, Kliniken, Physiotherapeuten und Selbsthilfegruppen zusammen.
Individuelle Anpassung
Optimale Unterstützung für eine aktive Lebensweise
Bei Kindern und Jugendlichen mit cerebralen Bewegungsstörungen (Cerebralparese), Gliedmaßenfehlbildungen (Dysmelie) oder Fehlstellungen arbeiten wir fachübergreifend, multidisziplinär mit Fachärzten der Kinder- und Jugendmedizin, Kinderorthopädie, Neuropädiatrie, Orthopädie und Unfallchirurgie in sozialpädiatrischen Zentren (SPZ), Kliniken sowie Physio- und Ergotherapiepraxen, um beste Resultate zu erhalten.
Dieser Grundsatz gilt sowohl für die Anpassung von Orthesen, Orthoprothesen, Prothesen als auch (Skoliose-) Korsetten.
Für Kinder und Jugendliche
Infantile Cerebralparese (ICP) / Cerebralparese (CP) ist der Oberbegriff von Schädigungen im Gehirn, welche vor, während oder nach der Geburt auftreten. (Bei Erwachsenen kurz: CP)
Je nachdem welcher Bereich im Gehirn betroffen ist, kann die Schädigung unterschiedliche Ausprägungen auf die Motorik haben. Die motorischen Beeinträchtigungen (einseitig / beidseitig / alle Extremitäten betreffend) treten meist vor dem dritten Lebensjahr auf und begleiten die Betroffenen lebenslang. Die Ursachen können während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder in den ersten Lebensmonaten auftreten.
Spina bifida auch MMC (Myelomenningocele) ist im Volkmund unter „offener Rücken“ bekannt.
Dabei handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule in Form einer Bogenschlussstörung, bei der entweder Rückenmarkshäute (Menningen) oder auch ein Teil des Rückenmarks (Myelon) aus dem Spinalkanal treten.
Dadurch kann es zu Lähmungen und neurologischen Problemen bis hin zu Querschnittslähmungen führen. Die Auswirkungen sind abhängig davon in welchem Teil der Wirbelsäule die Fehlbildung auftritt und wieviel des Rückenmarks und seiner Häute betroffen ist.
Die Ursachen können Umwelteinflüssen aber auch familiären Ursprungs sein und sind nicht vollständig erforscht.
Arthrogryposis multiplex congenita (AMC) ist eine seltene angeborene Erkrankung, welche sich durch Bewegungseinschränkungen und Gelenksteifigkeiten (Kontrakturen) äußert. Die Krankheit tritt in unterschiedlichen Ausprägungen von leichten Fehlstellungen bis hin zur Geh- und Stehunfähigkeit auf.
Die Ursachen sind genetisch oder umweltbedingt aber bieher nicht in allen Einzelheiten bekannt.
Dysmelie ist der Oberbegriff von Fehlbildungen.
Das Skelett betreffende Fehlbildungen können zu kurz angelegte Knochen, gäzlich fehlende Knochen aber auch zuviel vorhandene Knochen sein.
Je nach Art und Ausprägung werden sie wie folgt benannt:
Longitudinale Fehlbildung (die Länge des Knochens betreffend), Transversale Fehlbildung, Syndaktilie, Polydaktilie, Peromelie, Perodaktilie, Adaktilie, Hypoplasie, Hemimelie, Mesomelie und viele weitere.
Amelie ist das vollständige Fehlen während Aplasie eine unvollständige Ausbildung bei vorhandener Anlage bezeichnet.
Ursachen sind in der frühen Entwicklung, nach Befruchtung der Eizelle in der Regel vor der fetalen Phase (ca. 9. Schwangerschaftswoche) durch genetische Faktoren, Infektionen, Mangelversorgung, Nebenwirkung von Medikamenten aber auch Substanzmissbrauch.
Häufigste Fehlstellungen oder Fehlhaltungen des Fußes sind Knick, Senk-, Spreiz oder Hohlfuß.
Einige Fehlstellungen, wie kindlicher Knick-Senkfuß sind dem Entwicklungsprozess geschuldet und entwickeln sich durch Bewegung, Muskelaufbau oder Therapie zu physiologischen gesunden Füßen.
Andere müssen durch das Tragen von Einlagen oder Orthesen unterstützt werden um das Wachstum zu lenken und Folgeschäden zu vermeiden.
Bei Knochenfehlstellungen wie Talusluxation, Talus verticalis, Klumpfuß ist die Versorgung mit korrigierenden Orthesen medizinisch indiziert, teilweise kann ein operativer Eingriff erforderlich sein.
Fehlstellungen des Fußes können aber auch dem Band- und Sehnenapparat geschuldet sein, wie beispielsweise einer Achillessehnenverkürzung. Auch dann ist abhängig von der Ausprägung und den Einschränkungen eine Operation oder/ und die Orthesentherapie und Physiotherapie notwendig.
Hemiparesen, auch als Halbseitenlähmungen bezeichnet, sind motorische Störungen, die eine einseitige Schwäche oder Lähmung der Muskulatur auf einer Körperhälfte verursachen. Sie entstehen durch Schädigung oder Funktionsstörungen in der motorischen Region des Gehirns auf der betroffenen Seite. Hemiparesen können verschiedene Ursachen haben, darunter Schlaganfälle, Hirnverletzungen oder neurologische Erkrankungen. Die Behandlung umfasst physiotherapeutische Maßnahmen zur Wiederherstellung der motorischen Funktionen und zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen.
Skoliose (in 3 Ebenen): ist eine Fehlstellung der Wirbelsäule zu einer oder beiden Seiten, einer Verdrehung einhergehend mit einer zu schwachen oder zu starken Beugung nach vorn. Sie tritt meistens als idiopathische Skoliose in der Pubertät auf. Eine familiäre Häufung ist zu beobachten. Die Skoliose kann aber auch andere Ursachen haben, genetische, wie neurogene, durch Fehlbildungen wie Keil-, Block- oder Schmetterlingswirbel, durch Narbenzug oder Fehlbelastungen.
Kyphose/ Hyperkyphose ist die Fehlbildung in einer Ebene (Sagittal -oder Medianebene genannt), die Krankheitsbilder heißen unter anderem Morbus Scheuermann oder Morbus Bechterev
Weitere Erkrankungen des Rückens sind Lumbalgie (Oberbegriff von den Lendenbereich betreffende Symptome), Spondylolisthesis (Wirbelgleiten), Spondylarthrose (Wirbelkörperverschleiß), Spondylodiszitis (Entzündung der Bandscheibe), etc.
Muskeldystrophie wird im Sprachgebrauch als Muskelschwäche oder -schwund bezeichnet.
Dabei handelt es sich um eine Gruppe von genetischen Erkrankungen, die zu fortschreitender Muskelschwäche führen, die bekanntesten sind die Duchenne und Becker Muskeldystrophie.
Diese Erkrankungen wirken sich auf die Muskelfunktionen aus und schränken meist zunehmend die Mobilität ein. Im Verlauf kann es auch die Atem-Muskulatur als auch das Herz betreffen.
Die Behandlung erfolgt in der Regel medikamentös um den Verlauf abzuschwächen, zu verlangsamen oder aufzuhalten.
Auswirkungen auf das Skelett können mit orthopädietechnischen Hilfsmitteln wie Korsetten oder Orthesen behandelt werden.
Bei Amputationen im Kindesalter sind in den häufigsten Fällen ursächlich Unfälle oder Tumore.
Die besondere Herausforderung bei der Versorgung von Kindern mit Prothesen ist das Wachstum.
Im Erwachsenenalter sind Tumore, periphere Verschlusskrankheiten (kurz pVK), Durchblutungs- / Versorgungsstörungen die häufigste Ursache neben Unfällen.
Es wird unterschieden zwischen Amputationen an der oberen und unteren Extremität.
An der oberen Extremität gibt es Fingerglied-, Finger-, Teilhand-, Handgelenks-, Handex-, Unterarm, Ellbogenex-, Oberarm-, Schulterexamputationen und seltene Amputationen im Schultergürtel.
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